Wunderbarer (Gaben-)Tausch. Die Eucharistie als Gabegeschehen und das Geheimnis des Weihnachtsfestes.
BHT
Published in:
- GuL. - 2013, vol. 86, p. 332–343
German
Der Beitrag deutet die eucharistischen Darbringungsaussagen und die liturgische Rede vom „wunderbaren Tausch“ (admirabile commercium) aus der Perspektive einer Theologie der Gabe. Ausgehend von einem relationalen Gabeverständnis (Hénaff, Mauss), das Geben als wechselseitige Beziehungsstiftung statt als bloßen Dingtransfer begreift, zeigt die Autorin, dass die Eucharistie aus einem Geflecht sich kreuzender Gabebewegungen besteht: Gott gibt sich zuerst in Christus; Christus gibt sich zugleich an uns und stellvertretend an den Vater; die Kirche wiederum bringt Christus als die ihr geschenkte, vollkommene Gabe dar und gibt sich selbst mit, durch und in ihm. So wird weder die Kirche zum selbstmächtigen Geber noch der Mensch zum bloßen Empfänger. Diese Struktur der Teilhabe erhellt abschließend das weihnachtliche Bild des „wunderbaren Tausches“ zwischen göttlicher und menschlicher Natur (auch bei Luther als „fröhlicher Wechsel“ gefasst): Nicht Kommerz, sondern die unverdiente Wechselseitigkeit trotz unüberbrückbaren Unterschieds ist seine Pointe – und Grund, Weihnachten selbst als Fest gegenseitigen Schenkens zu begehen.
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Faculty
- Faculté de théologie
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Department
- Département des Sciences de la foi et des religions, Philosophie
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Language
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Classification
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Religion, theology
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License
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Open access status
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green
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https://folia.unifr.ch/unifr/documents/336458
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