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Strafprozessuale Videoüber wachung und informationelle Selbstbestimmung : Anmerkungen zu BGE 145 IV 42

BFD

  • 2019
Published in:
  • Forumpoenale Rechtsprechung, Aufsätze, Dokumentation. - 2019, vol. 42, no. 5, p. 396-401
English Die hoheitliche Videoüberwachung von Angestellten in nicht öffentlichen Geschäftsräumen stellt einen Eingriff in deren Grundrecht auf infor­mationelle Selbstbestimmung (Art. 13 Abs. 2 BV) dar. Dient die Massnahme zugleich der Aufklärung einer Straftat, liegt eine strafprozessuale Zwangsmassnahme (Art. 280 f. StPO) vor. Ist diese weder von der Staatsan­waltschaft angeordnet noch vom Zwangsmassnahmen­ gericht genehmigt, sind die dabei gewonnenen Erkennt­nisse absolut unverwertbar. Offenbleiben muss indes, inwiefern die Videoüberwachung in concreto überhaupt verdachtsgesteuert zur Deliktsaufklärung hätte beitra­gen sollen, ob sie also tatsächlich strafprozessualer Natur war.
Faculty
Faculté de droit
Department
Département de droit pénal
Language
  • German
Classification
Law, jurisprudence
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green
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https://folia.unifr.ch/unifr/documents/333503
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