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This contribution argues that interreligious dialogues with a theological focus have developed into dialogues by experts in relative independence from religious communities. This has far-reaching implications for the representativeness and effectiveness of these dialogues. On the basis of four selected Christian-Islamic dialogue initiatives in the context of different (Western) countries, the author analyzes the parties’ roles as speakers, their interactions, the topics treated, and the way in which the dialogues are guided by political or other institutional interests.
Der Beitrag vertritt die Grundthese, dass sich interreligiöse Dialoge mit theologischen Schwerpunkten zu Expertendialogen in relativer Unabhängigkeit von den Religionsgemeinschaften entwickelt haben, was weitreichende Auswirkungen auf die Repräsentativität und Wirksamkeit der Dialoge nach sich zieht. Anhand von vier ausgewählten christlich-islamischen Dialoginitiativen in unterschiedlichen (westlichen) Länderkontexten wird analysiert, in welcher Sprecherrolle sich die Beteiligten befinden, wie sie interagieren, welche Themen behandelt werden und wie die Dialoge von politischen oder anderen institutionellen Interessen gelenkt werden.