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Parlamentarismus und Föderalismus

BHT

  • 2022
Published in:
  • Andreas Biefang u. Dominik Geppert u. Marie-Luise Recker u. Andreas Wirsching (Hg.), Parlamentarismus in Deutschland von 1815 bis zur Gegenwart. Historische Perspektiven auf die repräsentative Demokratie. - 2022, p. 81-106.
German Historisch ging der Föderalismus dem Parlamentarismus voraus. Föderale Institutionen reichten bis zu den Corpora der christlichen Konfessionen im Reichstag des Alten Reiches zurück, wodurch Beteiligungen und Mitsprachen gegen jede Form des Zentralismus garantiert wurden. Das blieb auch nach 1815 so, nur richtete sich die staatenbündische Ordnung jetzt gegen den demokratischen Unitarismus, den Fürst Metternich, der leitende Minister der Habsburgermonarchie, als Antriebsmoment der deutschen Nationalbewegung sah. 1815 und 1867/71 bildeten kritische Zäsuren im Verhältnis von Föderalismus und Parlamentarismus. Die Entscheidung für die staatenbündische Ordnung des Deutschen Bundes und für landständische Vertretungen war von erstaunlicher Dauer. Sie begründete die Koexistenz zweier Ordnungsmodelle, deren Verhältnis 1848/49, 1867 und 1871, 1919 und 1949 jeweils neu ausgehandelt wurde.
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Faculté des lettres et des sciences humaines
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Département d'histoire contemporaine
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  • German
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