Doctoral thesis

Ääs isch es Liebs : weibliches Neutrum und Beziehung im Schweizerdeutschen

    2021

1 ressource en ligne (288 pages)

Thèse de doctorat: Université de Fribourg, 2021

German Die vorliegende Arbeit widmet sich dem dialektalen Phänomen des weiblichen Neutrums im schweizerdeutschen Rufnamen- und Pronomengebrauch. Ausgangspunkt bildet die Beobachtung, dass nicht nur modifizierte Rufnamen auf -i wie (s) Heidi, sondern auch nicht- modifizierte Rufnamen wie (s) Anna und Pronomen unter Umständen das neutrale Genus führen (Ääs isch es Liebs). Dabei kommt es in bestimmten schweizerdeutschen Dialekten zu einer variablen Genuszuweisung, die es genauer zu erforschen gilt. Unter Annahme, dass der Inkongruenz von Genus und Sexus eine (Sozio)Pragmatik zugrundeliegt, worauf sowohl historische Quellen wie auch metasprachliche Kommentare hindeuten, geht die Arbeit der zentralen Frage nach, welche aussersprachlichen Faktoren die variable Genuszuweisung bei Referenz auf Frauen und Mädchen steuern und welche soziale(n) Funktion(en) des weiblichen Neutrums daraus resultieren. Die methodische Grundlage für die empirische Untersuchung ergibt sich aus den Daten einer breit angelegten Online- Umfrage sowie aus vielfältigen Gesprächsdaten der direkten Exploration an ausgewählten Orten. Die Kombination verschiedener, eigens für die Untersuchung entwickelter Methoden ermöglicht eine Annäherung an das Phänomen aus unterschiedlichen Perspektiven. Einerseits können anhand von quantitativen Umfragedaten die areale Verbreitung, die Frequenz und die unterschiedlichen Ausprägungen des weiblichen Neutrums im aktuellen Sprachgebrauch der Deutschschweiz sichtbar gemacht werden. Andererseits dienen qualitative Fallanalysen dazu, den Zusammenhang zwischen Neutrum und Beziehung genauer zu ergründen.
Faculty
Faculté des lettres
Language
  • German
Classification
Language, linguistics
Notes
  • Ressource en ligne consultée le 2021-07-22
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