Doctoral thesis

Beschäftigungsdynamik und Arbeitslosigkeit in der Schweiz zwischen 1990 und 2015 : wirtschaftsgeschichtliche Hintergründe, theoretische Grundlagen, empirische Bezüge und eine sozioökonomische Analyse der Arbeitslosigkeit

    2017

1 ressource en ligne (747 p.)

Thèse de doctorat: Université de Fribourg, 2017

German Angesichts einer grundlegenden weltwirtschaftlichen Krise, deren Ende bis heute nicht absehbar ist, war ich als Ökonom nach Studienabschluss gegenüber dieser Wirklichkeit weitgehend sprachlos geblieben. Ich hatte nicht das Gefühl, das richtige Rüstzeug erworben zu haben, welches mir ein grundlegendes Verständnis der wirtschaftlichen Verhältnisse ermöglichen sollte. Die neoklassische Ökonomie bot mir keinen Rahmen, in welchem ich auf meine Fragen befriedigende Antworten finden konnte. Daraus erwuchs nach dem Studium meine Motivation, eine Dissertation zu verfassen, welche mir eine breitere Perspektive auf die wirtschaftlichen Entwicklungen der Gegenwart ermöglichen sollte. Die Einseitigkeit des Studiums führte in der nun vorliegenden Arbeit zu einem breiten theoretischen Fokus. Er räumt dem während des Studiums weitgehend ausgebliebenen Wettbewerb der Ideen einen gebührlichen Platz ein. Ich hatte mein Masterstudium mit einer Arbeit über regionale Unterschiede in der Arbeitslosigkeit in der Schweiz abgeschlossen. Ich vermutete damals, dass die Unterschiede aus der Perspektive des neoklassischen Arbeitsmarktmodells nur schwer zu erklären seien. Der gesetzliche Rahmen schien mir in der gesamten Schweiz auf den ersten Blick weitgehend identisch zu sein. Zudem existieren bis heute in der ganzen Schweiz keine einheitlichen, staatlichen Mindestlöhne. Eine Erklärung aus dem neoklassischen Arbeitsmarktmodell für die vorhandene Arbeitslosigkeit und die bestehenden regionalen Unterschiede schien mir damals kaum möglich. Daraus entstand meine Neugier zur Erforschung dieser Fragestellung. Da ich nach der Masterarbeit keine befriedigende Antwort auf die gestellte Frage gefunden hatte, nahm ich die Problematik in der Dissertation erneut auf. Die daraus entstandene Analyse hat mir auch ein besseres Verständnis der Wechselwirkung zwischen der Beschäftigungsentwicklung und der Arbeitslosigkeit ermöglicht. Um es vorwegzunehmen, scheint mir weder die neoklassische noch die keynesianische Perspektive auf das Problem der Arbeitslosigkeit befriedigend zu sein, wie ich in der Arbeit ausführe. Nach dem Verfassen einer Arbeit, bei welcher unter anderem verschiedene theoretische Ansätze im Mittelpunkt stehen, wird einem deutlich, dass ein einzelner Mensch – auch in der Wissenschaft - immer auf den Schultern von Riesen steht. Sie sind es, welche einem Zwerg - im besten Fall – ein bisschen Weitblick und eine breitere Perspektive ermöglichen. Sollte nichts übrig bleiben von dieser Arbeit, so doch zumindest die Demut des Autors vor der Geschichte und dem Reichtum seines Fachs und dessen Vertreterinnen und Vertretern. Ideen, Argumentationen und Einsichten entstehen nicht nur dank der Vorarbeit von Riesen, sondern ebenso durch den steten Austausch mit Berufskollegen oder Freunden. Diese Dissertation entstand in diesem Sinne ebenfalls in einem sozialen Produktionsprozess. Sie ist nicht das Arbeitsergebnis eines isolierten Individuums. Ich möchte deshalb an dieser Stelle allen Kollegen und Freunden herzlich danken, welche durch den Gedankenaustausch, durch Diskussionen oder Auseinandersetzungen bewusst oder unbewusst an der Entstehung dieser Dissertation mitgewirkt haben. Es wäre mir nicht möglich gewesen, diese Arbeit zu verfassen ohne die Unterstützung und Beratung von Herrn Professor Bortis. Er hat mir mit dieser Dissertation die Möglichkeit geboten, meine Fragestellungen weiter zu vertiefen. Dafür möchte ich ihm danken. Seine Vorlesungen an der Universität Freiburg i.Ü., welche ich bereits während dem Bachelor- und Masterstudium zu besuchen begann, ermöglichten mir zudem einen neuen Zugang zur Volkswirtschaftslehre. Vermutlich hätte ich ohne diese Erfahrung das Studium der Volkswirtschaftslehre – bedauerlicherweise - nicht fortgesetzt. Ich danke zudem dem zweiten Gutachter dieser Dissertation, Herrn Professor Sergio Rossi. Seine Ideen haben mich während dem Verfassen dieser Arbeit immer wieder inspiriert. Ebenfalls herzlich danken möchte ich an dieser Stelle meinen Eltern Rosmarie und Fred Bauer. Sie haben meine Neugier seit Kindsbeinen nie gebremst und sie vielmehr stets gefördert. An ihre Geduld habe ich mich beim Verfassen dieser Arbeit stets erinnert. Ihr ganzheitliches und vernetztes Denken dürfte darin eingeflossen sein. Danken möchte ich auch meiner Schwester Andrea Bauer, welche zudem einen wesentlichen Beitrag zum Lektorat dieser Arbeit beigetragen hat. Der grösste Dank gebührt meiner grossen Liebe Denise Schwegler und unserem gemeinsamen Sohn Jari. Sie ertrugen alle mit dieser Arbeit verbundenen emotionalen Hochs und Tiefs, temporären geistigen und zeitlichen Abwesenheiten mit viel Geduld und Verständnis.
Faculty
Faculté des sciences économiques et sociales
Language
  • German
Classification
Economics
Notes
  • Ressource en ligne consultée le 15.05.2018
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